Flächenpflege ist ein Prozess, der vor allem dann effizient ist, wenn er regelmäßig und mit Konzept erfolgt. Je nach Verkrautungsgrad der zu behandelnden Flächen empfehlen wir bei ELMO deshalb, mehrere Pflegedurchgänge über das Jahr zu verteilen. Während die Durchgänge im Frühjahr bzw. in der Jahresmitte vor allem eine reinigende Wirkung haben, ist der Pflegedurchgang zwischen September und November entscheidend für den nachhaltig wirksamen Erfolg der Flächenpflege.

Denn: Im Herbst verlieren Unkräuter und Wildkräuter ihre Samen. Die milden Winter tragen dazu bei, dass die ohnehin witterungsresistenten Unkräuter sich zwischen den Jahren vermehren – und im Frühjahr bzw. Sommer verstärkt hervorkommen. Werden aufliegende Samen und wieder durchgewachsene Pflanzen schon im Herbst bekämpft, werden Unkräuter und Wildkräuter nachhaltig geschwächt. 

Streng genommen markiert der Herbst also nicht das Ende der Unkraut-Saison, sondern legt den Grundstein für den Pflege-Erfolg des kommenden Jahres.

Tipp: Flächenpflegekonzept nutzen!

Wer mit Konzept pflegt, pflegt effizienter: In einem Flächenpflegekonzept werden vor Beginn der Unkrautentfernung, also idealerweise im Frühjahr, der Ist-Zustand der Flächen erfasst und ein Wunschzustand definiert. Auf dieser Basis lassen sich Handlungsempfehlungen zur Häufigkeit, Dauer, Intensität und Art der Flächenpflege ableiten.

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Eine ganz und gar nachhaltige Flächenpflege berücksichtigt nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Faktoren. Im „laufenden“, also manuellen Handbetrieb entscheiden dabei selbst Details, die auf den ersten Blick unscheinbar sein mögen, über den effizienten Betrieb. Ein solches Detail sind auch die Rollen der Lanzenköpfe, die maßgeblich für Laufruhe und Leichtgängigkeit sind.

Wir haben deshalb die Lanzenkopf-Rollen weiter optimiert: Die neuen Standard-Rollen sind mit bis zu 250 Kilo Tragkraft robuster als herkömmliche Rollen und halten Temperaturen bis zu 230 °C stand. Die verstärkten Lanzenkopf-Rollen sind damit deutlich unempfindlicher gegen Verschleiß. Dank neuer Achse haben sie außerdem verbesserte Rolleigenschaften auf fast allen Untergründen.

Die neuen Rollen sind eine Eigenentwicklung für ELMOTherm-Geräte und werden exklusiv für ELMO gefertigt. Ab sofort stellen wir alle ausgelieferten Lanzenköpfe bereits ab Werk auf die neuen Rollen um. Auch eine Nachrüstung vorhandener Lanzen ist möglich: Die neuen Rollen gibt es im Umrüstset inklusive Gewindestange.

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Professionelle Flächenpflege ist dann erfolgreich, wenn sie ganzheitlich erfolgt – und neben dem Unkrautmanagement auch weitere Herausforderungen berücksichtigt, die Gesundheit, Infrastruktur und landschaftsprägende Kulturpflanzen schaden.

Deshalb entwickeln und testen wir derzeit Methoden und Zubehör, um im bewährten ELMOTherm-Verfahren die Population von Eichenprozessionsspinnern effizient, ökologisch und giftfrei einzudämmen, präventiv genauso wie nach einem Befall.


Exkurs: Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?

Eichenprozessionsspinner sind Nachtfalter, die erst seit wenigen Jahren in großen Populationen auftreten. Gefährlich sind vor allem die Raupen: Ein einzelnes Weibchen kann im Hochsommer zwischen 30 bis 300 Eier in Astgabeln und in der Krone von Eichen ablegen. Die Raupen entwickeln sich im Herbst und überwintern im Ei, bevor sie im Frühling schlüpfen – trockene Frühlingsmonate und warme Sommer begünstigen die Population des Eichenprozessionsspinners.

Im Anschluss durchlaufen die Raupen verschiedene Larvenstadien, bei denen die Eichenprozessionsspinner kleine Brennhaare bilden. Sie enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein, das bei Hautkontakt allergische Reaktionen, Reizungen, Fieber, Schwindel und allergische Schocks auslösen kann. Die Brennhaare bleiben mehrere Jahre lang giftig!

Eichenprozessionsspinner können aber nicht nur Menschen, sondern auch Kulturpflanzen gefährden: Starker Befall, vor allem über mehrere Jahre, kann dazu führen, dass ganze Eichenbestände absterben.


Gut zu wissen: Verbreitete Methoden gegen Prozessionsspinner

Die akute Gesundheitsgefahr durch Eichenprozessionsspinner führt dazu, dass viele Kommunen, Städte und Regionen Gespinste und Raupen entfernen. Verbreitet ist das Absaugen der Prozessionsspinner, teils werden Gespinste auch thermisch bearbeitet, also abgeflämmt. Dabei bleiben selbst bei sorgfältigster Anwendung Brennhaare zurück, die noch jahrelang giftig sind.

Auch einige chemische bzw. Pflanzenschutzmittel sind für den Einsatz gegen Eichenprozessionsspinner zugelassen, die Auswirkung auf Mensch und Natur sind allerdings unklar. Biozide wirken überdies nur gegen die Raupen, die Brennhaare bleiben weiterhin giftig.


Unser Ansatz: Teleskoplanze mit EPS-Kopf

Bei der Behandlung von Bäumen, die mit Eichenprozessionsspinnern befallen sind, setzen wir deshalb auf das ELMOTherm-Verfahren. Unsere Annahme: Wie bei Pflanzen zerstört die bis zu 96 °C heiße Kombination aus Heißwasser und Heißschaum nicht nur die Raupe, sondern auch die die Eiweißstrukturen – beim Prozessionsspinner vor allem das Eiweißgift Thaumetopoein.

Wir vermuten ferner, dass die allergenen Härchen durch den Schaum gebunden werden, sodass die nachhaltig und sicher entfernt werden können. Für die präventive Behandlung im Frühjahr, bevor die Raupen die giftigen Brennhaare gebildet haben, genauso wie für die Schadensbegrenzung ab dem dritten Larvenstadium testen wir derzeit eine Teleskoplanze mit eigens entwickeltem EPS-Kopf – der die giftigen Brennhaare auch auf Stämmen und Astgabeln unschädlich machen soll.

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Wir gratulieren unserem Kunden Diebold + Zgraggen Gartenbau AG zu diesem Erfolg, er setzt in der Pflege ein ELMOTherm ET4 System ein.

 

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Infos zur Herkulesstaude (Riesenbärenklau) und Tips zur Beseitigung

  • Invasive, zwei- bis mehrjährige Pflanze
  • Keimt ab Februar/März aus und wächst ab Mai/Juni bis auf mehrere Meter Höhe an
  • Kann die heimische Vegetation verdrängen
  • Kein Nutzen für Honigbienen

Rückschnitt oder Mähen halten das Blühen nicht auf und helfen nicht nachhaltig gegen die Pflanze. Das Mähen verteilt die Samen und stärkt die Pflanze

  • Samen werden durch den Wind ausgesät und überleben bis zu drei Tage im Wasser, von wo aus sie neue Ufer erreichen. Sie überleben mehrere Jahre im Boden und benötigen stets eine Frostperiode zum keimen
  • Bei Hautkontakt mit Pflanzensäften besteht die Gefahr der schweren Quaddelbildung und Verbrennung, ggf. auch Atemnot!

Tipps zur Beseitigung:

Die Landwirtschaftskammer NRW empfiehlt ein Abtrennen des Vegetationskegels von der Wurzel oder das vollständige Ausgraben.

Das ELMOTherm-System können Sie zur nachhaltigen Beseitigung wie folgt einsetzen: Die spezielle ELMOTherm-Lanze stechen Sie in den unterirdischen Vegetationskegel und die Wurzel, dadurch schädigen Sie die Pflanze dort. Ein erneutes Auswachsen des Vegetationskegels wird verhindert. Die Wurzel verrottet.

Oberirdisch sollten Sie die Pflanzenteile mit den ELMOTherm-Flächenlanzen großzügig bearbeiten, um die Samen zu inaktivieren und Rezidive zu vermeiden.

Nach der ersten Behandlung mit dem ELMOTherm-System empfehlen wir eine Kontrolle sowie eine erneute Behandlung wie geschildert, beispielsweise im Herbst oder im nächsten Frühjahr. Bei Jungpflanzen (< 1 Jahr) reicht die oberirdische Behandlung.

Tragen Sie unbedingt Schutzkleidung: Kleidung, Handschuhe Schutzbrille und Atemschutz!

Zusammenfassend: 3 Punkte sollten Sie zur nachhaltigen Beseitigung unbedingt beachten:

  1. Vegetationskegel und Wurzel mit der Speziallanze zerstören
  2. Oberirdische Pflanzenteile mit dem Heißwasser-Schaumverfahren behandel
  3. Weitere Kontrolle und Behandlung

DMAX hat für seinen Vorspann zur neuen Serie „A2 – Abenteuer Autobahn“ ein VARIOTherm auf der Autobahn gefunden!

https://www.dmax.de/programme/a2/video/episode-4/DCB459660004100